Lausanner Deklaration über Online-Wahlhilfen

Im Mai 2013 haben sich rund zwei Dutzend europäische Wissenschaftler an der Universität Lausanne getroffen. Ziel der dortigen Konferenz war die Lancierung eines Buches zum Thema Online-Wahlhilfen. Neben dem inzwischen erschienen Buch „Matching voters with parties and candidates“ ist aus der Konferenz auch eine Liste von Qualitätsstandards für Online-Wahlhilfen entstanden – die Lausanner Deklaration über Online-Wahlhilfen („Lausanne Declaration on Voting Advice Applications“).

Die Deklaration enthält keine Definition einer idealen Online-Wahlhilfe, sondern eine Reihe von minimalen Qualitätskriterien, welche erfüllt sein sollten. Im Rahmen unserer Blogserie zum Thema Qualität bei Online-Wahlhilfen gehen wir der Frage nach, ob smartvote diese Kriterien erfüllt

 

smartvote erfüllt sämtliche Anforderungen der Lausanner Deklaration. Allerdings sind einige der Kriterien eher vage und offen formuliert oder lassen sich kaum mit harten Fakten oder Kennzahlen beurteilen. Wir hätten uns noch etwas griffigere Kriterien gewünscht.

Zu verbessern gibt es nach wie vor einiges. Wenn Sie uns ein Feedback zukommen lassen möchten oder ganz konkrete Verbesserungsvorschläge haben, würde es uns freuen von Ihnen zu hören: kontakt@smartvote.ch oder via Twitter: @smartvoteCH.

Quelle: Marschall, Stefan und Diego Garcia (Hrsg.): Matching Voters with Parties and Candidates. Voting Advice Applications in a Comparative Perspective. Colchester, ECPR Press: S. 227f.

Ein Gedanke zu “Lausanner Deklaration über Online-Wahlhilfen

  1. Mit smartvote.ch die WählerInnen betrügen!

    Die Medien bringen es ans Tageslicht: PolitikerInnen stehen nicht mehr zu ihrer Meinung, die sie vor den Wahlen 2011 bei smartvote.ch geäussert haben. Die prominenten Aargauer SozialdemokratInnen Egli, Bruderer und Hofmann haben 2011 bei smartvote.ch die Frage nach der 1:12-Initiative mit „ja“ oder „eher ja“ beantwortet, heute sagen sie „nein“, obwohl sie sicher schon damals gewusst haben, dass die Umsetzung der Initiative mit Schwierigkeiten verbunden ist. Was lehrt uns das? 1. Smartvote.ch sollte in erster Linie das effektive Stimmverhalten der KandidatInnen in der Vergangenheit aufzeigen und nur sekundär die taktisch geprägten Meinungsäusserungen zu zukünftigen Politfragen. 2. Die WählerInnen sind gut beraten, vor allem Parteien und PolitikerInnen zu wählen, die keinen Anspruch auf ein Exekutivamt stellen. 3. KarrieristInnen ist in keiner Lebensphase zu trauen. 4. Solche Windfahnen-PolitikerInnen untergraben das schon stark angeschlagene Vertrauen der StimmbürgerInnen in den Politikbetrieb.

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