Mediale smartvote-Kritik: Gehaltvoll ist anders…

Der smartvote-Erfolg ruft Kritiker auf den Plan. smartvote hat die offene Diskussion nie gescheut, sondern will sie im Gegenteil fördern: Über verschiedenste Kanäle (Facebook, Blogs, E-Mail und Telefon) erhielt und erhält smartvote ständig Verbesserungshinweise von Usern, die intern diskutiert und oft auch umgesetzt werden. In den letzten Wochen und Monaten häufte sich nun die in den Medien veröffentlichte Kritik. Diese nimmt der Blog-Beitrag unter die Lupe.

Medial verbreitete smartvote-Kritik lässt sich unter drei Punkten zusammenfassen:

  1. Mangelnde Transparenz.
  2. Politiker lassen sich nicht „vermessen“.
  3. Die smartspider-Grafiken geben ein falsches Bild wieder.

Werfen wir einen genaueren Blick darauf:

MANGELNDE TRANSPARENZ?

Seit der ersten Anwendung 2003 gewährt smartvote absolute Transparenz sowohl in Bezug auf die methodische Basis als auch hinsichtlich der eigenen Finanzierung.
Alles auffindbar auf der smartvote-Webseite. Wenn man sich nur die „Mühe“ machen würde, diese zu konsultieren. Zudem geben wir immer bereitwillig Auskunft. Leider funktioniert aber so manche/r Journalist/in anders. Diese reagieren häufig auf Behauptungen, die ihnen von dritter Seite (Parteisekretariate, Kandidierende) zugetragen werden, und bringen die Story selbst dann, wenn sich der „Anfangsverdacht“ nicht erhärten liess. (1)

Das Ziel der Parteien und ihrer Exponenten:

  1. Publizität.
  2. Der Wähler soll an der Glaubwürdigkeit von smartvote zu zweifeln beginnen und den Wahlplakaten und Medienauftritten der Parteien wieder mehr Vertrauen schenken.

VERMESSENE POLITIKER?

smartvote will die politischen Einstellungen und Werthaltungen der Kandidierenden vergleichbar machen – denn das Angebot an Parteien und Kandidierenden ist in vielen Wahlkreisen unübersichtlich. Dieser Vergleich muss parteiunabhängig, systematisch und politisch fair zustande kommen. Dazu ist ein standardisierter Fragebogen mit möglichst präzis formulierten Fragen notwendig.
Dagegen melden vor allem Mitte-Politiker immer wieder Vorbehalte an, da sie sich um ihre Differenzierungsfähigkeit und um ihre Rolle als Konsensbildner gebracht sehen. Anstatt an ihrer wirklichen Leistung gemessen, würden sie nur noch vermessen. (2)

Richtig ist:

  • Eine starke politische Mitte stabilisiert das System.
  • Das Ausfüllen von politischen Fragebogen kann unangenehm sein.

Falsch ist:

  • Dass smartvote kompromisslose Politiker/innen und Parteien bevorzugen würde.

Einerseits können die Kandidierenden bei jeder Frage auch eine „Eher“-Antwort angeben. Dies ist kein Nachteil, denn smartvote-User machen dies schliesslich auch sehr oft. Ebenso können die Kandidierenden ihre eigene Antwort bei jeder Frage ausführlich kommentieren und sich so politisch „absichern“.

Andererseits zeigt sich regelmässig, dass die „Vermessung“ à la smartvote ziemlich genau mit der Selbstdarstellung und der Eigenwahrnehmung der verschiedenen Mitte-Parteien übereinstimmt. Preist sich die breite politische Mitte nicht (zu Recht) immer wieder als politische Kraft an, welche Extrempositionen verabscheut und für ausgewogene, mehrheitsfähige Lösungen einsteht? Genau das stellen doch die typischen Mitte-smartspider grafisch dar! Wenn sich Mitte-Politiker also lauthals über ihr smartvote-Profil beschweren, dann heisst dies, dass sie nicht sein wollen, was sie sind – oder nicht sind, was sie sein wollen.

 

 

 

Bunte Variation an Mitte-Profilen (FDP, BDP und CVP): Wie sonst wäre die scharfe Abgrenzung von den „Extremparteien“ darzustellen?

FALSCHE SMARTSPIDER?

Je mehr Wahlen smartvote begleitet, desto häufiger wird eine neue Kritik geäussert: Die smartspider seien falsch, weil sie sich von Wahl zu Wahl verändern können. (3)
Was dabei nie erwähnt wird: Wir haben konstant vor einem smartspider-Direktvergleich aus unterschiedlichen Wahlen gewarnt und noch nie einen entsprechenden Abdruck in den Medien autorisiert. Weil den Grafiken unterschiedliche Fragebogen zugrunde liegen, ist nur ein Vergleich innerhalb derselben Wahl methodisch statthaft.

Wir waren etwas naiv zu glauben, dass dies die recherchierende Zunft interessiert. Stattdessen werden entgegen unserer ausdrücklichen Anweisung smartspider aus unterschiedlichen Wahlen gegenübergestellt und so Zweifel an der Glaubwürdigkeit von smartvote gesät. (Mehr zur smartspider-Kritik findet ihr im Blog-Beitrag „Politik im Spinnennetz – was bleibt hängen?“ http://blog.smartvote.ch/?p=169)

Fazit: Ehrliche, konstruktive Kritik sucht die Öffentlichkeit nicht. Auf Kritik, welche man in den Publikumsmedien zu lesen bekommt, trifft hingegen oft Folgendes zu:

  1. Schludrig recherchiert.
  2. Wider besseres Wissen publiziert.
  3. Durch (partei-)strategische Hintergedanken kontaminiert.

(1) z.B. NZZ am Sonntag, 21.11.2010.
(2) z.B. http://politblog.tagesanzeiger.ch/blog/index.php/4150/im-netz-der-spinne/?lang=de
(3) z.B. NZZ am Sonntag, 6.2./20.2.2011; Weltwoche Nr. 37/2011

 

 

Die CVP – die „bibelmüden“ Christen

Artikel 4 in unserer Parteienporträt-Serie: die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP). Anhand von smartvote-Daten stellen wir euch in einer Artikelserie die wichtigsten Schweizer Parteien vor.

Die Christdemokraten und die Bibel – so klar, wie man gemeinhin annehmen könnte, ist diese Verbindung nicht. Jedenfalls nicht in der Kategorie „Lieblingsbücher“ bei smartvote. Was CVP-Kandidierende hingegen gerne lesen und bei welchen smartvote-Fragen sie sich in die Haare kriegen, kann hier nachgelesen werden:

DAS SMARTVOTE-PROFIL DER CVP

Bisher sind 367 Kandidierende der CVP (inkl. JCVP) bei smartvote registriert, 298 (81%) davon haben den Fragebogen bereits ausgefüllt (Stand 27.9.2011). Aus diesen ausgefüllten Fragebogen ergibt sich folgender CVP-smartspider:

298 Kandidierende, davon ein Frauenanteil von 33%; der Altersdurchschnitt beträgt 41.8 Jahre.

 

Beim Betrachten des Parteienspiders fällt auf, dass die CVP auf allen dargestellten Achsen weder eine stark zustimmende noch eine deutlich ablehnende Haltung einnimmt.

Den höchsten Zustimmungswert weist die Partei bei der liberalen Wirtschaftspolitik auf, bezüglich einer liberalen Gesellschaft zeigt sie sich am zurückhaltesten. Die Werte für die verschiedenen Achsen bewegen sich allerdings alle auf einem ähnlichen Niveau.

 

 

 

Betrachtet man jedoch die einzelnen Fragen, gibt es durchaus ausgeprägte Meinungen innerhalb der CVP.  Die Frage nach einer Abschaffung der Heiratsstrafe beantworten nur 6 Kandidierende nicht mit „Ja“. Ebenfalls deutlich befürwortet wird die Frage nach der Harmonisierung der Lehrpläne. Am klarsten abgelehnt werden die Volkswahl des Bundesrates und die Frage, ob die Schweiz innerhalb der nächsten vier Jahre Beitrittsverhandlungen mit der EU aufnehmen soll.
Es gibt jedoch auch Fragen, bei denen die Geschlossenheit unter den Kandidierenden markant tiefer ausfällt. Die Möglichkeit der freien Wahl zwischen Militärdienst und zivilem Ersatzdienst oder die Frage nach der Offenlegung der Parteienfinanzen spalten die Partei am deutlichsten.

DIE CVP UND DIE HOBBITS

Interessant ist der Blick auf die Lieblingsliteratur der Kandidierenden in Bezug auf den Parteinamen. Nur zweimal wird die Bibel als Lieblingsbuch genannt – eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Bibel schweizweit im Schnitt von allen Kandidierenden am häufigsten aufgeführt wird. Dagegen sind bei der CVP historische Bücher und Fantasy-Romane (z.B. „Der Herr der Ringe“) deutlich beliebter. Dem „C“ in ihrem Namen macht die Partei jedoch trotzdem alle Ehre: Praktisch alle CVP-Kandidierende, welche ihre Religion angegeben haben, sind christlichen Glaubens.

Zusätzliche Informationen gibt es neben www.smartvote.ch auf der Partei-Site www.cvp.ch sowie auf dem Parteienkompass www.parteienkompass.ch.

Politik im Spinnennetz – was bleibt hängen?

Lange war Kritik an smartvote eine Seltenheit. Mit zunehmender Bedeutung der Plattform nimmt aber auch die Kritik daran zu. Oft ist der Schuldige schnell ausgemacht: der smartspider – Erkennungsmerkmal und Angriffspunkt von smartvote zugleich. Um die „Spinne“ herum kursieren viele Mythen und Missverständnisse. Höchste Zeit, mit diesen aufzuräumen:


1 SMARTSPIDER = 8 RATINGS

„Sie können bei jeder zugeordneten Frage anderer Meinung sein, aber den gleichen Wert erzielen.“ Der Satz stammt vom Autor dieses Beitrags und erschien kürzlich in einem „Weltwoche“-Artikel mit dem vielsagenden Titel “Grossmaschige Netze” (online nicht verfügbar, 15. September 2011).

Das Zitat ist inhaltlich korrekt: Der smartspider ist im Prinzip nichts anderes als 8 einzelne Ratings, die in einem Netzdiagramm zusammengefasst werden. Was vom „Weltwoche“-Autor aber unerwähnt blieb: Sobald man ein Rating über mehrere Fragen erstellt, nimmt man einen Informationsverlust in Kauf. Dies gilt für den smartspider genauso wie für jedes Gemeinde-, KMU- oder Zahnpasta-Rating. Das Gesamtbild sieht nur, wer in die Grunddaten blickt. Im Gegensatz zu anderen Ratings ist dies bei smartvote möglich.

SMARTSPIDER IST NICHT GLEICH WAHLEMPFEHLUNG

Häufiger Irrtum: smartspider ist gleich Wahlempfehlung. Stimmt nicht! Was hingegen stimmt: Wahlempfehlung und smartspider werden auf der Grundlage der Antworten auf den Fragebogen berechnet. Hier der entscheidende Unterschied:

  • In die Berechnung der Wahlempfehlung fliessen alle Antworten einzeln und ohne Wertung unsererseits ein. Sie ist das präzise Messinstrument für (sach-)politische Nähe. (1)
  • Für die Berechnung des smartspiders werden hingegen nicht alle Fragen berücksichtigt, da sich einzelne Fragen schlicht keiner der 8 thematischen Achsen zuordnen lassen (2). So kann es vorkommen, dass der smartspider des Viertplatzierten auf der Wahlempfehlung dem eigenen smartspider stärker gleicht als derjenige des Erstplatzierten. Dieser Umstand zeigt die Grenzen des smartspiders auf: Er zeigt zwar gut auf, wie jemand politisch grundsätzlich tickt, überdeckt aber gleichzeitig die Positionierung in konkreten Sachfragen.

KEINE EXAKTE WISSENSCHAFT, ABER TRANSPARENTE METHODE

Der smartspider ist keine exakte Wissenschaft – falls es denn diese überhaupt gibt. Zunächst basiert die Grafik auf einem Fragebogen, den wir zusammengestellt haben. Hinzu kommt die (subjektive) Zuordnung der einzelnen Fragen zu den Achsen des smartspiders durch smartvote selbst. Wie begegnen wir diesen Umständen?

  • Erstens sind wir offen für konstruktive Kritik und Anregungen und versuchen den Fragebogen sowie die Zuordnung der Fragen ständig zu optimieren. Die Qualität des Fragebogens wird denn auch kaum bemängelt.
  • Zweitens legen wir die Berechnungsmethoden transparent offen (3). Entgegen einigen Verlautbarungen in verschiedenen Medien ist dies bei smartvote seit 2003 der Fall. Auf der alten Website musste man zwar etwas suchen, bis man fündig wurde – aber es war kein aussichtsloses Unterfangen. Dies zeigt sich auch am Umstand, dass einige Kandidierende und Parteien das „Spidertuning“ schon lange betreiben.

ABSCHAFFEN ODER VERBESSERN?

Der smartspider ist also weniger präzis als die Wahlempfehlung. Probleme und Auseinandersetzungen mit Medien, Kandidierenden und Parteien sind die Folge – „Abschaffen“ wäre die logische Konsequenz.

Wenn da nicht die grosse Popularität dieser Grafik wäre:

  • 95% der Grafiken, die wir an Medien liefern, sind smartspider.
  • User wünschen sich am häufigsten, ihren eigenen smartspider anschauen, drucken und versenden zu können.
  • Andere Wahlhilfen kopieren die Darstellungsform.
  • Kandidaten und Parteien betreiben Wahlkampf mit ihrem smartspider.

Trotz allem scheint der smartspider doch „richtig“ und wichtig zu sein. Und er gehört zu smartvote einfach dazu. Wir werden also daran festhalten und ihn weiter zu verbessern versuchen. Lob und Kritik, wenn sie konstruktiv sind, schaffen die besten Voraussetzungen dafür.

(1) http://www.smartvote.ch/downloads/methodology_recommendation_de_CH.pdf
(2) http://www.smartvote.ch/downloads/elections/11_ch_nr/effects_smartspider_de_CH.pdf
(3) http://www.smartvote.ch/downloads/methodology_smartspider_de_CH.pdf

FDP.Die Liberalen – die klassischen Rocker

Artikel 3 in unserer Parteienporträt-Serie: die FDP.Die Liberalen (FDP). Anhand von smartvote-Daten stellen wir euch in einer Artikelreihe die wichtigsten Schweizer Parteien vor.

Was zeichnet eine klassische Mitte-Partei aus? Wofür steht eine solche Partei ein? Und was für Musik hören die FDP-Kandidierenden? smartvote ging diesen Fragen nach:

DAS SMARTVOTE-PROFIL DER FDP

Bisher sind 424 Kandidierende der FDP.Die Liberalen bei smartvote registriert (Stand 9. September 2011). Davon haben bereits 354 ihre Antworten abgegeben (85.5%). Aus den abgegebenen Antworten ergiebt sich folgender Parteienspider (inkl. jf):

354 Kandidierende, davon 91 Frauen; das Durchschnittsalter beträgt 37.1 Jahre

Beim ersten Blick auf den FDP-Spider fällt auf: Sie ist eine Partei in der politischen Mitte. Es gibt keine Extrempositionen. Keiner der acht Werte ist ein Minimal- oder Maximalwert. Die höchsten Zustimmungswerte weisen die FDP.Die Liberalen bei der liberalen Wirtschaftspolitik auf – sie machen hier ihrem Ruf als Wirtschaftspartei alle Ehre. Einem ausgebauten Sozialstaat und einem ausgebauten Umweltschutz stehen die FDP-Politiker/innen eher ablehnend gegenüber, während sie eine liberale Gesellschaft, einen ausgebauten Law&Order-Staat sowie eine restriktive Finanzpolitik eher positiv betrachten – keine Überraschungen also.

Die Übereinstimmung bei den Antworten ist teilweise sehr hoch. Die Harmonisierung der Lehrpläne sowie der straflose Schwangerschaftsabbruch werden von fast allen Kandidierenden unterstützt. Eine Legalisierung der Sans-Papiers sowie einen automatischen Austausch von Bankkundendaten lehnen hingegen beinahe alle Kandidierenden ab.

Doch die Geschlossenheit ist nicht durchgehend – es gibt durchaus Fragen, wo die Meinungen der Befragten weit auseinandergehen. So spaltet die Frage, ob Volksinitiativen, die gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstossen, für ungültig erklärt werden sollen, die Partei. Uneinigkeit herrscht auch bei der Frage nach der freien Wahl zwischen Militärdienst und zivilem Ersatzdienst.

MUSIK IN IHRER GANZEN VIELFALT

Das politische Profil der FDP.Die Liberalen spiegelt sich im Musikgeschmack der Kandidierenden wider. So gibt es keine klaren Präferenzen für einen einzigen Stil – gerne gehört werden Klassik, Rock und Jazz; die jüngere Generation bevorzugt Rap- und elektronische Musik.
Das ganze Musikspektrum wird abgedeckt – eine klassische Mitte-Partei eben.

Zusätzliche Informationen gibt es neben www.smartvote.ch auf der Partei-Site www.fdp.ch sowie auf dem Parteienkompass www.parteienkompass.ch.

Die SP – fast ohne Marx

Artikel 2 in unserer Parteienporträt-Serie: die Sozialdemokratische Partei (SP). Anhand von smartvote-Daten stellen wir euch in einer Artikelreihe die wichtigsten Schweizer Parteien vor.

Darfs ein französischer Film sein? Eine hübsche Wandertour oder gar ein kleines Nickerchen? Nicht nur in Sachen Hobbys, auch in politischen Fragen sind die SP-Kandidierenden durchaus mal unterschiedlicher Meinung. Nachfolgend werden die smartvote-Auswertungen zur SP genauer unter die Lupe genommen:

DAS SMARTVOTE-PROFIL DER SP

Bei smartvote sind 419 SP-Kandidierende (inkl. JUSO, Frischer Wind und second@s) registriert. Davon haben bis jetzt 92% (385 Kandidierende) den smartvote-Fragebogen beantwortet (Stand 18. September 2011). Daraus berechnet sich folgender SP-smartspider:

385 Kandidierende; der Frauenanteil ist mit 46 % überdurchschnittlich hoch; das Durchschnittsalter beträgt lediglich 36.2 Jahre

Die Themenachsen von ausgebautem Sozialstaat und Umweltschutz finden bei allen Sozialdemokraten grosse Zustimmung – eine restriktive Migrationspolitik hingegen wird abgelehnt. Folglich beantworten die SP-Kandidierenden die Fragen in diesen Bereichen am geschlossensten:
So wurde die Frage zum Atomausstieg nur von einem einzigen Kandidierenden mit “eher Ja” beantwortet. Alle anderen stimmten klar zu. Einigkeit herrscht auch bei der Rentenfrage: Ein Erhöhung des Rentenalters wird explizit abgelehnt. Auch eine Initiative zur Einschränkung der Zuwanderung wird nicht befürwortet.
Doch es herrscht nicht nur Eintracht – gerade bei der Einschränkung des Landschaft- und Naturschutzes für den Ausbau von Wasser-, Wind- und Solarkraftwerken gehen die Meinungen stark auseinander: 33 “Nein” und 107 “eher Nein” stehen 143 “eher Ja” und 102 “Ja” gegenüber.

MUSISCHE VIELFALT

Nicht der Begriff der Einigkeit, sondern der der Vielfalt umschreibt die musikalischen Vorlieben der SP treffend – oder mit den Worten eines Kandidierenden: “Yello und The Clash. Aber auch vieles zwischen Bach und Moderne…”. Schweizer Volksmusik sucht man allerdings vergebens.
Was die filmischen Vorlieben betrifft, so ist ein gewisses Flair für französische Werke auszumachen. Der Film “Die fabelhafte Welt der Amélie” wird am häufigsten erwähnt.

Sportlich stehen die SP-Kandidierenden der SVP in nichts nach. Wandernd die Natur erobern ist eines der beliebtesten Hobbys. Andere mögen es auch weniger angstrengend: “Was bergab geht mit Fahrtwind”.
Doch manchmal scheint das Berufsleben bei den Sozialdemokraten so streng zu sein, dass sogar Schlafen zu einem Hobby wird. Am intensiven Studium von Marx’ Büchern kanns nicht liegen. Dieser wird lediglich von einem Kandidierenden unter den Lieblingsbüchern aufgeführt…

Mehr zur sozialdemokratischen Politik finden Sie unter www.smartvote.ch, auf dem www.parteienkompass.ch und auf der Partei-Site: www.sp-ps.ch.