Das smartvote-Projekt war 2011 so erfolgreich wie noch nie:
Von der APG zur Zusammenarbeit angefragt, war die Webseite smartvote.ch für mehrere Wochen in der ganzen Schweiz auf Plakaten präsent. Insgesamt wurden für die nationalen Wahlen 1,2 Mio. Wahlempfehlungen ausgestellt. Dabei konnten sich die Wähler/innen mit rund 3000 Kandidierenden vergleichen. An einem Spitzentag wurden fast 40’000 Besucher/innen gezählt. Dank einer schweizweiten Abdeckung mit Medienpartnern war die Medienpräsenz durch Zeitungsartikel, Radiobeiträge und Fernsehauftritte enorm hoch.
Und im “Blick am Abend” fuhr smartvote 2-mal aufs Google-Podest.
Gängige Annahme: smartvote verdient sich damit eine goldene Nase.
Mitnichten: Was vor 10 Jahren als Freiwilligenprojekt begann, ist heute als Verein organisiert. Nur dank dem Engagement der Vereinsmitglieder und jährlich mehreren Tausend freiwilligen Arbeitsstunden existiert smartvote.
Doch nun hat das Projekt Ausmasse angenommen, die vom Verein alleine nicht mehr getragen werden können. Die Begleitung möglichst vieler Wahlen und die gleichzeitig hohen eigenen und öffentlichen Erwartungen an die Qualität von smartvote führen zu einem Arbeitsaufwand, der die Grenzen des vorhandenen Freiwilligenengagements sprengt. smartvote droht vom eigenen Erfolg gefressen zu werden.
Dieser Umstand trat kurz vor den nationalen Wahlen für User und smartvote-Mitarbeiter besonders deutlich und ärgerlich zutage: Wegen einer Serverüberlastung mussten Tausende von Usern vorübergehend auf ihre Wahlempfehlung verzichten. Die Infrastruktur des Vereins war diesem Ansturm nicht gewachsen.
smartvote ist ein Online-Tool, welches den Wähler/innen kostenlos zur Verfügung steht. Für viele User ist es selbstverständlich, dass eine Internetseite wie smartvote.ch als Dienstleistung bei jeder grösseren Wahl angeboten wird und reibungslos läuft. Wie viel Arbeit und Aufwand tatsächlich dahinterstecken, bleibt dabei oft verborgen.
WIE WEITER NACH DEN WAHLEN 2011?
In den letzten 2 Jahren hat smartvote sein System komplett überarbeitet. Mit einem Redesign konnte die Plattform programmiertechnisch auf eine solide Basis gestellt werden. Doch es brauchte wesentlich mehr finanzielle und personelle Ressourcen, als überhaupt vorhanden waren. Folge: Viel Geplantes war bei Aufschaltung der Wahl noch nicht bereit und konnte erst nach und nach online gehen, viel Gewünschtes harrt noch der Ausführung. Weitere vielversprechende Projekte des Vereins Politools (z.B. Parlamentsmonitoring, smartvote für Abstimmungen) müssen dabei immer wieder hintantstehen.
2012 wird smartvote mehrere kantonale und kommunale Wahlen begleiten. Für die Zeit danach ist alles offen. Für den Weiterbestand von smartvote wird entscheidend sein, ob es gelingen wird, das Projekt langfristig finanziell abzusichern.
UNTERSTÜTZEN SIE SMARTVOTE!
Wir wollen hier aber nicht nur jammern: Der Erfolg von smartvote ist für die Betreiber enorm positiv und motiviert weiterzumachen. Doch auf Dauer kann smartvote mit seinen semiprofessionellen Strukturen nur schwer weiterbestehen. Zu gross ist die Abhängigkeit vom Engagement einzelner Personen. Professionalisierung ist eine mögliche Stossrichtung, Rückbesinnung auf die Vereinswurzeln eine andere. Wohin die Reise führt, wird sich bald zeigen. In beiden Fällen sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen.
Darum: Dies ist ein ernstgemeinter Aufruf, das Projekt smartvote zu unterstützen. Besuchen Sie unsere Spendenseite! Wir danken Ihnen für Ihre wertvolle Unterstützung!




