Michael Erne

Über Michael Erne

Michael Erne (1987) studierte an der Universität Bern Politikwissenschaften und Recht im Bachelor und schloss sein Studium mit einem Master in Public Management und Politik an den Universitäten Bern und Lausanne (IDHEAP) ab. Bei smartvote ist er seit 2010 tätig und begleitete bereits eine Vielzahl an kommunalen und kantonalen Wahlen sowie die eidgenössischen Wahlen 2011. Seit 2012 ist er Stv. Projektleiter von smartvote.

Dokumente für die Bieler Schulen / Documents pour les écoles de Bienne

smartvote-Lernmodul | Introduction pour le corps enseignant

Wahllexikon | Lexique_électoral

BDP_Porträt | PBD_Portrait

CVP_Porträt | PDC_Portrait

EVP_Porträt | PEV_Portrait

FDP_Porträt | PLR_Portrait

GLP_Porträt | Vert’libéraux_Portrait

Grüne_Porträt | Verts_Portrait

SP_Porträt | PS_Portrait

SVP_Porträt | UDC_Portrait

smartspider_Zeichnungsvorlage | smartspider_modèle

 

 

 

 

Luzerner Polit-Landschaft: Wie unterschiedlich ticken die Regionen?

Am 29. März fanden im Kanton Luzern Erneuerungswahlen für den Kantonsrat statt. Wir haben nun analysiert, wie die verschiedenen Regionen im Kanton Luzern politisch ticken.

Die Auswertungen visualisieren in kartografischer Form die politischen Unterschiede der Luzerner Wahlkreise bzgl. der acht smartspider-Achsen plus der zwei Dimensionen der smartmap-Positionskarte. Als Grundlage dienen die Antworten der Kandidierenden auf den smartvote-Fragebogen. Die verwendeten Daten beziehen sich auf die politischen Verhältnisse nach den Kantonsratswahlen 2015.

 

Zur Ermittlung der Werte wurden pro Wahlkreis die Durchschnittspositionen der Parteien gemäss der smartvote-Antworten herangezogen und anhand der Wahlkreis-Stimmenanteile der Parteien aus den Wahlen 2015 gewichtet. Dank der hohen Teilnahme der Kandidierenden an der smartvote-Umfrage (gut 86% aller Kandidierenden haben den smartvote-Fragebogen ausgefüllt) sind die Resultate gut abgestützt.

Wechsel im Parlament – Die drei Neuen im Profil

Mit dem Beginn der Herbstsession im Nationalrat haben auch drei neue Nationalräte die Arbeit aufgenommen. Yvan Perrin (SVP) und Alain Ribaux (FDP) wurden in die Neuenburger Regierung gewählt und wurden ersetzt durch Raymond Clottu (SVP) und Sylvie Perrinjaquet (FDP). Hans-Jürg Fehr (SP) legte auf die Herbstsession nach 14 Jahren im Nationalrat sein Amt nieder und übergab an seine Nachfolgerin Martina Munz (SP).

Das Parlament wird dadurch nicht nur etwas weiblicher, es nehmen möglicherweise auch andere politische Vorstellungen im Ratssaal Platz. Wo stehen die drei Neuen im Vergleich zu ihren Vorgängern? Wir liefern eine kurze Übersicht anhand des smartvote-Fragebogens aus den Nationalratswahlen 2011.

Perrin vs. Clottu – (noch) härter in der Migrationspolitik, dafür etwas mehr Umweltschutz

Clottu vs. Perrin

Yvan Perrin und Raymond Clottu vertreten zwar keine gegensätzlichen Positionen und sind beide klar als SVP-Politiker an ihrem smartspider erkennbar. Doch zeigen sich auch einige Unterschiede. So erreicht Raymond Clottu den maximalen Zustimmungswert zur restriktiven Migrationspolitik. Der Unterscheid zwischen den beiden Neuenburgern kommt daher, dass Perrin die erleichterte Einbürgerung nicht erschweren wollte, Clottu hingegen hat diesem Anliegen im Fragebogen zugestimmt. Umwelltpolitisch äusserten Perrin und Clottu v.a. bei bei zwei Fragen unterschiedliche Ansichten: Der Nachrückende war im Gegensatz zu einem Vorgänger für eine Erweiterung des Gentech-Moratoriums über das Jahr 2013 hinaus und er lehnte eine Lockerung des Schutzbestimmungen für Grossraubtiere eher ab.

Ribaux vs. Perrinjaquet – (etwas) weniger Umweltschutz, dafür liberaler und sozialer

Perrinjaquet vs. Ribaux

Perrinjaquet und Ribaux zählen beide nicht zum Rechtsfreisinn, sondern vertreten insbesondere beim Sozialstaat weniger rigide Positionen. So sagte Ribaux “eher nein” zu einem Mindestlohn von 3’800 Franken für eine 100%-Stelle, Perrinjaquet hingegen antwortete auf die gleiche Frage mit “eher ja”. Im Gesamtbild weisen jedoch beide recht starke Ähnlichkeiten auf.

 Fehr vs. Munz – nur noch “eher Ja” zur EU

Munz vs. Fehr

Die beiden Schaffhauser SP Politiker könnte man durchaus als politische Geschwister bezeichnen. Sie vertreten beispielsweise deckungsgleiche Positionen bei der Wirtschafts- und Migrationspolitik. Ein kleiner Unterschied tritt allerdings bei aussenpolitischen Fragen zu Tage. Während Fehr den EU-Beitritt klar befürwortete, wählte Munz bei dieser Frage die etwas vorsichtigere Antwort “eher Ja”.