Fédérales 2015 – Près d’un électeur sur cinq a utilisé smartvote

À l’occasion des élections au Conseil national et au Conseil des Etats de cet automne, les électrices et électeurs smartvote ont utilisé l’outil comme jamais ! En effet, 1.34 millions de recommandations de vote ont été établies : ce qui représente une augmentation de 9,5% en comparaison à 2011 et une utilisation 7 fois plus importante que les autres aides au vote en ligne dans leur ensemble.

Cependant, le nombre de recommandations de vote est un indicateur qu’il convient de manipuler avec prudence, puisqu’il peut comprendre des doubles comptabilisations. En effet, un utilisateur/trice peut établir plus d’une recommandation de vote lors de sa visite sur notre site www.smartvote.ch. Il nous est toutefois possible de déterminer leur nombre effectif en travaillant sur nos données (pour plus d’information sur le processus voir l’article suivanten allemand uniquement). Ainsi, le nombre d’utilisateurs/trices effectif s’avère être nettement plus bas que le nombre de recommandations de vote. Ce sont environ 478’000 électrices et électeurs qui ont utilisé smartvote lors des élections fédérales de 2015. Un chiffre qui reste malgré tout impressionnant.

Le tableau ci-dessous représente l’évolution de smartvote, de 2003 à 2015, sur la base du nombre de recommandations de vote délivrées et d’utilisateurs effectifs pour les élections au Conseil national et des Etats.

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Cette projection montre un ralentissement significatif de la croissance – qui est cependant à un haut niveau. En 2015, bien que le taux de participation de 48.5% aux élections ait été maintenu au même niveau qu’en 2011, l’utilisation de smartvote a progressé une nouvelle fois de près de 10%. Une part de cet effet est probablement due à la croissance globale de la population et par conséquent à l’augmentation du nombre d’électeurs/trices. Pourtant, l’utilisation de smartvote est considérablement plus forte que la croissance démographique. Il est donc possible d’affirmer que l’intensité de l’utilisation de smartvote a augmenté une nouvelle fois en 2015.

En automne, 2.56 millions d’électeurs/trices se sont rendus aux urnes. Ils étaient environ 478’000 à avoir utilisé smartvote comme source d’information. En d’autres termes, près de 19% de l’électorat ou près d’un électeur/trice sur cinq a utilisé smartvote pour les fédérales de 2015 !

Wahlen 2015 – Fast jeder fünfte Wählende benutzte smartvote

Anlässlich der National- und Ständeratswahlen vom Herbst 2015 haben so viele Wähler/innen wie noch nie smartvote benutzt. Insgesamt wurden 1.34 Millionen Wahlempfehlungen ausgestellt: Das sind rund 9.5% mehr als noch vor vier Jahren und rund sieben Mal mehr als alle anderen Online-Wahlhilfen zusammen.

Als Kennzahl ist die Anzahl Wahlempfehlungen jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da darin Doppelzählungen enthalten sind, da viele Benutzer/innen sich mehr als eine Wahlempfehlung haben erstellen lassen. Allerdings lassen sich die Daten bereinigen und so die Anzahl der effektiven Benutzer/innen bestimmen (für die entsprechende Vorgehensweise siehe Blogbeitrag). Die bereinigten effektiven Benutzerzahlen fallen denn auch deutlich tiefer aus als die Anzahl Wahlempfehlungen. Anlässlich der Wahlen 2015 dürften ca. 478’000 Wähler/innen smartvote benutzt haben.

In der untenstehenden Abbildung ist die Anzahl der ausgestellten Wahlempfehlungen sowie der effektiven Benutzer/innen von smartvote für die National- und Ständeratswahlen von 2003 bis 2015 abgebildet. grafik_benutzung_2

Die Abbildung zeigt eine deutliche Abschwächung des Wachstums – dies allerdings auf einem hohen Niveau. Obschon die Wahlbeteiligung 2015 mit 48.5% auf dem gleichen Niveau wie 2011 verharrte, hat die Benutzung von smartvote nochmals um knapp 10% zugenommen. Ein Teil dieses Effekts dürfte auf die generelle Zunahme der Bevölkerung und somit der Wahlberechtigten zurückzuführen sein. Allerdings ist die Nutzung von smartvote deutlich stärker gewachsen als die Bevölkerung, daher kann klar festgehalten werden, dass die Intensität der Nutzung von smartvote auch 2015 nochmals zugenommen hat.

2015 gingen insgesamt 2.56 Millionen Wahlberechtigte an die Urne. Von diesen haben rund 478’000 smartvote als Informationsquelle benutzt. Mit anderen Worten knapp 19% der Wählenden oder fast jede/r fünfte Wähler/in hat diesen Herbst smartvote benutzt!

Die Beteiligung von Parteien und Kandidierenden bei smartvote

Der Nutzen von smartvote für die Öffentlichkeit hängt eng mit einer hohen Beteiligung der Parteien und der Kandidierenden zusammen. Wie hat sich die Teilnahmequote der Kandidierenden bei smartvote im Verlauf der letzten 10 Jahre entwickelt?

Am Beispiel je einer nationalen, einer kantonalen und einer lokalen Wahl soll diese Entwicklung kurz aufgezeigt werden:

  • Nationalratswahlen 2007 und 2011: Bei den Nationalratswahlen 2007 haben rund 2600 von 3089 Kandidierenden (84%) den smartvote-Fragebogen ausgefüllt. 2011 haben sich ebenfalls 84% aller Kandidierenden beteiligt. In absoluten Zahlen ist die Anzahl teilnehmender Kandidierenden allerdings auf rund 2900 (von 3458) gestiegen.
  • Kantonsratswahlen St. Gallen 2008 und 2012: Bei den Wahlen des Kantonsrats im Jahr 2008 haben sich 85% der Kandidierenden bei smartvote beteiligt. Dieser Anteil ist bei den Wahlen 2012 konstant geblieben. Die absolute Anzahl Kandidierende ist ebenfalls ungefähr gleich geblieben.
  • Stadtratswahlen Bern 2008 und 2012: Bei den Wahlen des Stadtrats von Bern haben im Jahr 2008 71% der Kandidierenden den Fragebogen ausgefüllt. 2012 ist dieser Anteil auf 83% gestiegen. Die absolute Anzahl teilnehmender Kandidierender ist dabei ebenfalls deutlich gestiegen.

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Durch einen Vergleich aller von smartvote begleiteten Wahlen kommt man zu einem ähnlichen Ergebnis wie in den drei aufgeführten Beispielen: Die Beteiligung der Kandidierenden ist in den vergangenen Jahren laufend angestiegen, nämlich im Schnitt von 78% auf 85%. Dabei ist auffällig, dass sowohl bei Exekutiv- als auch bei Legislativwahlen sowie auf allen politischen Ebenen die Beteiligung der Politiker/-innen zunimmt.

Auch die regelmässig während Wahlen auftauchende Kritik an smartvote führte nicht zu einer Abnahme bei der Beteiligung der Kandidierenden. Vielmehr steigt die Nutzung von smartvote laufend an. Ob sich dieser Trend fortsetzt oder die Zahlen auf diesem hohen Niveau stagnieren, wird sich in Zukunft zeigen. Insgesamt sind die Politiker, wie durchgeführte Studien zeigen, durchaus zufrieden mit smartvote. Rund 70% der befragten Nationalratskandidierenden gaben 2007 an, dass smartvote für sie ein klarer Vorteil darstellte. Nur gerade 2% gingen von einem negativen Einfluss aus.

Die Beteiligung der Parteien stellt für das smartvote-Team bei jeder Wahl aufs Neue eine Herausforderung dar — Kontaktaufnahme, Offerte-Versand, Überzeugungsarbeit etc. Umso mehr freut es uns, dass jeweils so viele Kandidierende mitmachen.

Und das sagen die smartvote-Nutzer/innen

Die Online-Wahlhilfe smartvote steht und fällt mit der Zufriedenheit seiner Benutzer/innen. Nur wenn sie mit der angebotenen Dienstleistung zufrieden sind, werden sie smartvote auch für zukünftige Wahlen wieder benutzen.

Rückmeldungen von unseren User/innen erhalten wir per E-Mail, Facebook, Kontaktformular oder auch mittels unserer Wählerbefragungen. Die grossen Wählerbefragungen anlässlich der nationalen Wahlen 2007 und 2011 zeigen, dass die Benutzer/innen von smartvote mehrheitlich mit der Wahlhilfe zufrieden sind. Diese Ergebnisse und wie die Wähler/innen smartvote Nutzen und welchen Einfluss smartvote auf ihr Wahlverhalten hat, haben wir hier bereits aufgezeigt.

2012 haben wir nun begonnen, parallel zu den begleiteten Wahlen (sei es kantonal oder lokal) kleinere Nutzerbefragungen durchzuführen. Dort können uns die Befragten am Schluss in einer offenen Frage ihre persönlichen Rückmeldungen geben. Es gibt unter anderem Lob und Kritik, methodische Fragen und Anmerkungen sowie mögliche Verbesserungsvorschläge. All diese Aussagen werden von smartvote ernst genommen und für die Weiterentwicklung sowie die kontinuierliche Verbesserung verwendet.

Wir wollen Ihnen diese Feedbacks nicht vorenthalten! Hier einige Auszüge:

  • Ich wünschte mir mehr Informationen zur Auswahl der Fragen und der Bewertung der Antworten.
  • Bin positiv überrascht und finde smartvote eine echt gute Sache. Werde es weiter empfehlen. Gratulation zu diesem Wahl-Instrument!
  • Die Zuordnung der Fragen zu den Smartspider-Indikatoren wirkt willkürlich.
  • Ich bin NICHT überzeugt von der Wahlempfehlung. Es sind sehr viele Faktoren, die ausser Acht gelassen werden!
  • Mit Ihrer Aktion manipulieren Sie die freie Meinungsbildung und damit die Demokratie.
  • Super intelligent et aide bien les jeunes a entrer dans notre politique pas toujours facile mais qui nous concerne pourtant tellement! Merci encore!

Wie man sieht, deckt das Feedback das gesamte Meinungsspektrum ab. Die Mehrheit der Rückmeldungen ist dabei positiv, was die Ergebnisse aus den Wählerbefragungen und Studien stützt. Durch die stetige Weiterentwicklung von smartvote sollen die kritisierten Punkte möglichst verbessert, Missverständnisse ausgeräumt und die gelobten Punkte noch stärker ausgebaut werden. Aus diesem Grund ist es für uns wichtig, ständig neues Feedback zu erhalten. Sei das durch E-Mails, auf Facebook oder als Kommentare zu den Blogbeiträgen.

Bequem ist anders – über die User/innen von smartvote

smartvote sieht sich wiederholt mit dem Vorwurf konfrontiert, dass es seine Benutzer/innen nicht zu einem gut überlegten, also „smarten“, Wählen verhelfe. Vielmehr verleite smartvote zu einer übereilten und nicht durchdachten Wahlentscheidung – quasi zu einem „instant-voting“. Was ist an diesem Vorwurf dran?

Gerade im Vorfeld der Wahlen 2011 brachte es die wachsende Anzahl Benutzer/innen mit sich, dass auch die Zahl der Kritiker/innen zunahm. Eine gute Übersicht zur geäusserten Kritik bieten die Disskussionen zum Thema smartvote bei Politnetz:

  • smartvote fördere ein einseitiges Links-rechts-Denken.
  • smartvote bilde nur die Oberfläche ab und ignoriere die Mechanismen der Meinungsbildung und Kompromissfindung.
  • Die Gründe, warum eine Partei oder ein Kandidat eine bestimmte Position einnehme, würden nicht genügend berücksichtigt. Dies verstärke das sture Festhalten an Positionen.
  • Der Dialog zwischen den Kandidierenden und den Wähler/innen sowie unter den Wähler/innen selbst komme viel zu kurz.
  • smartvote müsse die Grenzen seines Vermessungsanspruchs aufzeigen, es sei ja schliesslich keine Religion. smartvote sei höchstens ein dekoratives Element bei der Wahlentscheidung.

Kern der Kritik an smartvote

Der Begriff des „Instant-votings“ trifft den Kern dieser Kritik ziemlich genau: Es wird befürchtet, dass smartvote-Benutzer/innen zu bequem seien, sich bei einer Wahl ernsthaft und intensiv mit den Sachthemen und den Positionen der Parteien auseinanderzusetzen. Stattdessen würden sie rasch einen Fragebogen ausfüllen und ihre Wahlentscheidung an einen mathematischen Algorithmus delegieren. Statt sich mühsam durch Wahlunterlagen zu quälen, vertrauten sie lieber blindlings einem Computer.

smartvote-User/innen werden unterschätzt

Diese Kritik läuft jedoch klar ins Leere und hält einer vertieften Betrachtung nicht stand. Anlässlich der Wahlen 2011 haben mehr als 20’000 Benutzer/innen an einer wissenschaftlichen Umfrage zur Benutzung von smartvote teilgenommen. Sieht man sich die Ergebnisse dieser Umfrage an, so wird ersichtlich, dass die oben beschriebene Sicht auf die smartvote-User/innen grundlegend falsch ist.

Tabelle 1: Wie wurde die smartvote-Wahlempfehlung zur Entscheidungsfindung genutzt?

Die Resultate in Tabelle 1 entkräften die Kritik von blindlings wählenden smartvote-User/innen deutlich. Auf der Grundlage ihrer Wahlempfehlung haben über die Hälfte der Benutzer/innen mit anderen Wähler/innen über politische Themen und Kandidierende diskutiert, haben sich daraufhin über weitere Kanäle zu den Kandidierenden informiert, und sie setzten sich auch mit neuen politischen Sachthemen auseinander. smartvote fördert demnach interessierte und differenziert wählende Stimmbürger/innen und mitnichten faule Wähler/innen, die sich nicht mit Parteien und ihren politischen Positionen auseinandersetzen wollten.

Tabelle 2: Welchen Effekt hatte die smartvote-Wahlempfehlung auf den Wahlentscheid?

Tabelle 2 verdeutlicht, dass die smartvote-Benutzer/innen keineswegs ihre Wahlempfehlung 1:1 übernehmen! Sie benutzen sie als Entscheidungsgrundlage, um nach Hinzuziehen weiterer Kriterien und Informationen ihre Wahl zu treffen und dabei gezielt Kandidierende zu panaschieren, kumulieren oder zu streichen. Dieser Punkt freut uns besonders, da wir genau diese Art von Benutzung unserer Wahlhilfe wünschen. Es war und ist nie unser Ziel, dass die smartvote-Wahlempfehlung unreflektiert auf den Wahlzettel übertragen wird.

smartvote-User/innen alles andere als „bequem“

Nicht nur die Ergebnisse der beiden Tabellen widersprechen der Kritik des zu bequemen smartvote-Users. Diesem Bild des „Instant“-Wählers widerspricht allein schon der smartvote-Fragebogen: Dieser beinhaltete 2011 75 Fragen zu komplexen und komplizierten politischen Themen. Das smartvote-Team hatte dazu ausführliche Erläuterungen verfasst, die von zahlreichen Benutzer/innen geschätzt und gelesen wurden. Das Beantworten des smartvote-Fragebogens ist alles andere als bequem…