Gemeindewahlen mit smartvote

Mitte August werden die Wahlen der Stadt Baden auf smartvote.ch für die Wähler/-innen aufgeschaltet. Die Kandidierenden sind dabei, den smartvote-Fragebogen auszufüllen, und für die Gründer von smartvote ist es natürlich eine grosse Freude, zum ersten Mal die Wahlen in ihrer Heimatstadt begleiten zu dürfen.

Wie die Begleitung von Gemeindewahlen begann…

Doch wie kam es, dass smartvote überhaupt Wahlen in kleineren Parlamentsgemeinden begleitet? Es begann 2007 mit den Wahlen in der Grenzstadt Kreuzlingen. Im Laufe der Planung der nationalen Wahlen 2007 sowie der Thurgauer Kantonswahlen 2008 kontaktierte das smartvote-Team die „Thurgauer Zeitung“ für eine mögliche Medienpartnerschaft. Diese war an einer Zusammenarbeit interessiert und wies zudem noch auf die Wahlen in Kreuzlingen hin, die man ebenfalls begleiten könnte. Dank einem Beitrag der „Thurgauer Zeitung“ und einer gehörigen Portion Freiwilligen- und Praktikumsarbeit vonseiten smartvote wurden vier Jahre nach der Gründung von smartvote die ersten Wahlen in einer kleineren Stadt begleitet.

Nach dieser Premiere folgten 2008 die Wahlen in Gossau und Wil  sowie 2009 in der grossen Berner Stadtgemeinde Köniz. Diese übernahm die anfallenden Kosten, sodass die Wahlen kostendeckend durchgeführt werden konnten.

Kleine Wahl — grosse Wahl: Wo liegt der Unterschied?

Im Vergleich zu einer grossen kantonalen Wahl wie Zürich mit 18 Wahlkreisen und fast 2’000 Kandidierenden ist eine Wahl in Gossau mit einem einzigen Wahlkreis und nicht einmal 100 Kandidierenden natürlich sehr überschaubar. Doch unabhängig von der Grösse einer Wahl fallen bei smartvote immer Arbeiten an, die jedes Mal mit fast demselben Aufwand durchgeführt werden müssen: die Erstellung des Fragebogens, das Verfassen von Erläuterungstexten zu den einzelnen Fragen, die zur Verfügungstellung sowie das Einrichten des Systems und der Datenbank etc.

So generieren die acht Kandidierendenlisten in Baden viel weniger Aufwand in Einlesen, Bewirtschaftung sowie Support als z.B. die 450 Kandidierenden bei den kantonalen Wahlen in Solothurn von diesem Frühling – der Fragebogen aber wurde mit derselben Sorgfalt entwickelt: insgesamt 54 Fragen, wovon über die Hälfte lokale politische Themen aufgreifen.

Die Einnahmemöglichkeiten bei einer Gemeindewahl, um die entstehenden Kosten zu decken, sind aber im Vergleich zu einer kantonalen Wahl viel geringer. Als 2011 die Kreuzlinger Wahlen zum zweiten Mal begleitet wurden, zahlten die Parteien einen Beitrag an die Kosten, sodass 2’250 Franken an Einnahmen generiert werden konnten. Bei einem schliesslich insgesamt anfallenden Aufwand von über 150 Arbeitstunden war dies natürlich viel zu wenig (notwenige Rückstellungen für das Gesamtprojekt smartvote sowie für IT-Leistungen, Hosting etc. erst gar nicht berücksichtigt).

bild_gemeindewahlen

Seit 2012 begleitet smartvote häufiger Gemeindewahlen, ist aber darauf bedacht, sie nur noch durchzuführen, wenn die Kosten gedeckt sind. Sei es, dass die Gemeinden die Kosten tragen (so in Wil und in Gossau 2012 und nun in Baden 2013) oder dass die Gemeinde die Kosten bezahlt, von den Parteien aber noch einen Beitrag verlangt (so in Köniz 2009 und diesen Herbst 2013) oder dass ein Mix aus Medien-, Gemeinde- und Parteibeiträgen besteht (so in Illnau-Effretikon 2014).

smartvote: Auch bei Gemeindewahlen ein grosser Mehrwert

smartvote fragt — wenn zeitliche und personelle Ressourcen es erlauben — laufend Gemeinden für ihre Parlaments- und Regierungswahlen an, da wir davon überzeugt sind, dass die Wahlhilfe auch in kleineren Gemeinden einen grossen Mehrwert darstellt. Die Reaktionen von Wähler/-innen, Parteien und Medien sind immer sehr positiv, die Beteiligung von Kandidierenden und Wähler/-innen jeweils sehr zufriedenstellend. Im Aargau hat von fünf angefragten Gemeinden in diesem Jahr nur Baden zugesagt, aber dafür sind wir umso motivierter, diese Wahlen erfolgreich zu begleiten!

Und wir hoffen natürlich, dass wir in Zukunft smartvote bei so vielen Wahlen in kleineren Gemeinden wie möglich anbieten können! Bei Interesse können sich die Gemeinden jederzeit bei uns melden (kontakt@smartvote.ch).

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