Seit dem Jahr 2018 besteht neben der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für Public Management (KPM) der Uni Bern auch eine Kooperation mit dem Departement Wirtschaft der Berner Fachhochschule BFH. Dadurch ist die Online-Wahlhilfe smartvote noch besser in der Forschungslandschaft verankert.

Das Parlament hat nach den Wahlen 2019 die Arbeit wieder aufgenommen. Standen kurz nach der Wahl noch die Siegerinnen und Sieger der Grünen und der GLP im Fokus, hat die Parlamentsrealität inzwischen deutlich gezeigt, dass sich die «grüne Welle» auf die Mehrheitsbildung in den beiden Räten bloss in abgeschwächter Form auswirkt. Die entscheidenden Stimmen werden bei den meisten Vorlagen nach wie vor in der breiten und im Nationalrat zudem parteipolitisch zersplitterten Mitte geholt.

Ein Analysewunsch wird von den smartvote-Nutzer/innen besonders oft geäussert: Wir sollen die smartvote-Antworten der gewählten Parlamentarier/innen mit dem tatsächlichen Stimmverhalten im Parlament vergleichen. Was bedeuten solchen Analysen?

Wann immer man die zeitliche Entwicklung von Parteipositionen analysiert, lassen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. So auch bei unserer Auswertung im Vorfeld der Wahlen 2015, als wir die Veränderung der Parteipositionen auf der Links-rechts-Dimension seit 2007 dargestellt haben. Doch bestätigt eine zweite Analyse unsere Ergebnisse.

Die von uns angewandte smartmap-Auswertung, welche die Kandidierenden bzw. die Parteien auf einer zweidimensionalen politischen Landkarte verortet, ist sicher nicht die einzig mögliche und schon gar nicht die einzig richtige Darstellungsweise. Zentral ist jedoch, dass unsere Methode einen explorativen, ergebnisoffenen Ansatz verfolgt und nicht von vornherein vorgibt, was links, rechts, konservativ oder liberal zu sein […]