Wer einen grünen Berner Stadtrat möchte, hat die Qual der Wahl. Gleich fünf Parteien mit Grün im Namen bewerben sich für die Legislatur 2021 bis 2024. Es sind dies das Grüne Bündnis (GB), die Grüne Freie Liste (GFL), die Grünliberalen (glp) und ihre Jungpartei (jglp) und die Grün alternative Partei (GaP).

Auch die Junge Alternative (JA!) setzt sich im Stadtrat in der Fraktion mit dem Grünen Bündnis für ein ökologisches Bern ein. Wie sich diese Parteien positionieren und inwiefern sie sich unterscheiden, erfahren Sie in diesem Blog-Artikel.

Gleiche Stossrichtung beim Thema Umweltschutz

Wenig erstaunlich ist, dass sich die Postionen der Parteien beim Thema Umweltschutz kaum unterscheiden. So befürworten die Kandidierenden dieser Parteien eine Lenkungsabgabe auf Erdgas, die Notwendigkeit zusätzlicher Massnahmen zugunsten der Biodiversität und die Förderung des Velo- und Fussgängerverkehrs in der Stadt.

Abgelehnt werden hingegen Massnahmen zugunsten des motorisierten Individualverkehrs. Beim Thema Elektrofahrzeuge und Gratis-ÖV gehen die Meinungen auseinander. So stehen die GFL, glp und jglp hinter der Förderung von Elektrofahrzeugen, was vom GB und der GaP mehrheitlich abgelehnt wird. Beim Gratis-ÖV sind es hingegen das GB, die glp und jglp, welche diese Forderung ablehnen.

Liberale Tendenz der GFL

Der Blick auf die smartmap verrät noch etwas mehr. Diese Darstellung zeigt die Parteien im Links-/Rechts- und Liberal-/Konservativ-Raum. Die farbigen Flächen stellen dabei jeweils die Streuung innerhalb der Listen dar. 

Die JA! positioniert sich fast gleich wie das GB. Auch die GaP steht nahe der beiden. Die GFL positioniert sich hingegen etwas liberaler. Schliesslich weisen die glp und ihre Jungpartei ein eindeutig liberales Profil auf, wobei die Streuung innerhalb der jglp um einiges grösser ist als diejenige innerhalb der glp.

smartmap

Bei diesen Fragen zeigen sich Differenzen

Werden schliesslich noch die Antworten auf einzelne smartvote-Fragen analysiert, zeigen sich einige Differenzen. So befürwortet die Mehrheit der GFL, glp und jglp eine Erhöhung des Rentenalters, was von den anderen drei Parteien einheitlich abgelehnt wird.

Auch bei der Lockerung der kantonalen Bestimmungen bezüglich zusätzlicher Verschuldung der Berner Gemeinden sind die GFL, glp und jglp gleicher Meinung und lehnen dies ab.

Die Fusion von Bern und Ostermundigen wird einzig von der GaP abgelehnt, welche auch den Ausbau des Mobilfunknetzes nach 5G-Standart nicht unterstützt.

Bei den übrigen Fragen mit Ausnahme der Frage zum Berner Batzen sind sich die GFL, das GB, die JA! und die GaP einig, die beiden Grünliberalen Parteien weichen mit ihren Antworten jedoch ab.

Auswertung einzelner Fragen aus dem Berner Fragebogen

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Category

Nachrichten

Tags

,